Inliner - Sanierung

Das Inliner- Sanierungsverfahren

für Kanalrohre und Hausanschlussleitungen, welche Schäden über eine größere oder die gesamte Rohrstrecke aufweisen.

Hierbei wird ein mit Polyurethanharz getränkter Gewebeschlauch in einem Stück, das der gesamten zu sanierenden Rohrlänge entspricht, eingestülpt. Die gesamte auf diese Weise sanierte Rohrstrecke wird abgedichtet und durch das so entstehende “ Rohr im Rohr” mechanisch verstärkt.

Zunächst wird das gesamte zu sanierende Rohr gründlich elektro- mechanisch oder durch Hochdruckwasser gereinigt. Dann wird das Kanalstück abgesperrt und mit einer Rohrfernseh- Kamera genau inspiziert.

 

 

Bild 1

Dabei wird die Lage der Abzweige genau vermessen und protokolliert. Dann wird aus dem konfektionierten Gewebeschlauch, der den Inliner bildet, die darin befindliche Luft durch eine Vakuumpumpe evakuiert, um die hundertprozentige Durchtränkung des Linergewebes zu gewährleisten.

 

Bild 2

 

Jetzt wird die vorher berechnete Harzmenge angemischt und mit einer Quetschwalze in der erforderlichen Stärke in das Linergewebe eingewalzt. Nun wird der so gefertigte Inliner entweder durch eine Drucktrommel oder einen Inversionsturm in das zu sanierende Rohr eingestülpt.

Bild 1 zeigt einen aufgebauten Inversionsturm. Hier wird der Inliner durch hydrostatischen Wasserdruck in das Rohr eingestülpt. Bild 2 zeigt die Vorbereitung des Inliners vor dem Einbringen.

Beim Einstülpen mit Wasserdruck kann das Wasser durch eine Heizanlage erwärmt werden, damit das Harz in wenigen Stunden aushärtet.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Herstellung eines Inliners

-hier zu Demonstrationszwecken:

  • Anrühren des Harzes (Bild 3 und 4)
  • Einfüllen des Harzes in den Inliner (Bild 5 und 6)
  • Einwalzen des Harzes in das Gewebe (Bild 7 bis 10)

 

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Hier wurde der Inliner durch Druckluft in das Rohr gestülpt (Bild 11 bis 15), eine Methode, die selbstverständlich auch in “ echten” eingebauten Kanalrohren angewandt werden kann.

 

Bild 12

Bild 13

Bild 14

Bild 15

Beim Einstülpen des Inliners wird die Innenseite des Gewebeschlauchs, also die Seite, die durch das Einfüllen zuerst mit dem Harz in Berührung gekommen ist, nach aussen gekehrt und bildet damit die Kontaktfläche zur Rohrinnenwand.

Durch den während des Einstülpens im Gewebeschlauch weiterhin anstehenden Druck ist gewährleistet, dass ab der Wendestelle, an der sich die Schlauchinnenseite nach aussen wendet, es nie zu Luft- oder Wassereinschlüssen zwischen Inliner und Rohrwandung kommen kann.

Da diese Wendestelle vom Rohranfang an durch die gesamte zu sanierende Rohrlänge hindurch bis zum Ende der zu sanierenden Strecke hin fortschreitet, ist eine ununterbrochene Verklebung des Inliners mit dem Kanalrohr über die gesamte Länge sichergestellt.

Bild 13 und 14 zeigen am Demonstrationsmodell deutlich, wie das Harz auch in Risse und schadhafte Stellen im Rohr eindringt.

Nach dem Aushärten des Harzes werden die Endpunkte geöffnet und der neue Inliner wird mit einer TV- Kamera inspiziert. Anschliessend werden die Öffnungen für Abzweige (falls im sanierten Kanalabschnitt vorhanden) durch einen Fräsroboter wieder hergestellt.

Zum Schluss wird eine abschliessende TV- Kamerauntersuchung durchgeführt und die Daten werden protokolliert.

Die Sanierung durch Inliner ist ein dauerhaftes und preiswertes Verfahren zur langfristigen Behebung von Schäden an Kanalrohren und Hausanschlussleitungen, die sich über eine grössere oder die gesamte Rohrstrecke erstrecken.

Deshalb gewähren wir eine Garantie von 10 Jahren auf die von uns eingebauten Inliner, sofern daran keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden oder unsachgemässe Reinigung erfolgt.